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Axel Springer-Aktie: Konzern-Ergebnis leicht unter Erwartungen


08.03.2012
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Frank Neumann, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von Axel Springer (ISIN DE0005501357 / WKN 550135) unverändert mit dem Rating "kaufen".

Gestern habe Axel Springer die Zahlen für das Jahr 2011 bekannt gegeben. Positiv sei, dass die Umsätze im digitalen Geschäft höher als erwartet ausgefallen seien. Negativ hätten sich die höheren Marketingaufwendungen im digitalen Geschäft und die schwache Entwicklung in den Internationalen Märken ausgewirkt. Entsprechend sei die Marge schwächer gewesen als erwartet.

Der digitale Bereich werde neben dem organischen Wachstum durch das am Dienstag bekannt gegebene Joint Venture (JV) mit General Atlantic auf internationaler Ebene expandieren. Wesentliche Punkte dabei seien: Axel Springer bringe die Gesellschaften Seloger, Immonet und Stepstone ein (Umsatz BHLe: 250 bis 290 Mio. EUR). General Atlantic erwerbe für 237 Mio. EUR eine 30% Beteiligung. Inklusive der 460 Mio. EUR übernommenen Verbindlichkeiten, entspreche dies einem EV von 1,25 Mrd. EUR. Damit sei das JV mit einem EBITDA-Multiple von 13 bis 14x bewertet. Axel Springer habe für Seloger 14,2x EBITDA gezahlt. Insgesamt dürfte Axel Springer für die drei Gesellschaften ca. 650 Mio. EUR bezahlt/investiert haben und seinen Einsatz somit verdoppelt haben.


Der Deal unterstreiche den Wert des digitalen Geschäfts. Die industrielle Logik sei offensichtlich: Neben der Möglichkeit der schnelleren internationalen Expansion, erhalte Axel Springer mit den Geldzuflüssen zusätzliche Flexibilität für weitere Investitionen.

Für 2012 erwarte der Vorstand auf Konzernebene einen Umsatzanstieg im einstelligen Bereich und ein leichten EBITDA-Anstieg. Ob sich dabei die EBITDA-Marge ausweite, habe er offen gelassen. Die Analysten würden einen leichten Anstieg (+ 0,2PP) erwarten. Sie würden ihre Schätzungen anpassen und von einem schnelleren Umsatzwachstum im digitalen Bereich (Umsatzwachstum 15,8%, bisher 11,9%) ausgehen. Der Umsatzrückgang im Print-Bereich werde dadurch überkompensiert. Das digitale Wachstum werde nach Erachten der Analysten mit höheren Marketingkosten verbunden sein als bisher erwartet, sodass sie die Gewinnreihen reduzieren würden.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Axel Springer-Aktie nach wie vor mit dem Votum "kaufen" ein. Das Kursziel von 44,00 EUR (zuvor: 48,00 EUR) würden sie anhand ihres Dividenden-Modells und ihrer Sum-of-the-parts-Analyse festlegen. (Analyse vom 07.03.2012) (08.03.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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